Übung juli 2021

Die Notwendigkeit sich auf verschiedenste Schadenszenarien vorzubereiten ist eine unumstrittene Tatsache bei allen Hilfsorganisationen. Für den Bereich Unfälle auf Gleisanlagen ist die Bahn selbst angehalten Notfallübungen zu organisieren und mit durchzuführen. Beides bildete die Grundlage sich dieser Thematik anzunehmen und in Form einer größeren Ausbildungsveranstaltung umzusetzen.

Die Planung hierzu erfolgte nach ersten Vorgesprächen zwischen Kreisbrandmeister Heinrich Seltl und dem Notfallmanager der Bahn, Hr. Tobias Kastner.

Stattgefunden hat die Ausbildung am Feuerwehrübungsplatz, neben der Straße am Hammersee. Die Deutsche Bahn stellte einen Personenzug, bzw. einen Güterzug für die Ausbildung bereit.

Für den Übungsvormittag wurde die Thematik „Unfall mit Personenzug“ ins Programm aufgenommen, wofür sich der 1. Kdt. der FF Bodenwöhr Michael Ziegler verantwortlich zeigte.

Beim Nachmittagsprogramm entschied man sich für einen Gefahrgutunfall bei welchem Chemikalien austreten. Die Verantwortlichkeit hierfür hatte der 2. Kdt. der FF Schwandorf, Roland Krettner.

Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag wurden die Aktiven in Stationsausbildungen zu bestimmten Besonderheiten bei Bahnunfällen geschult.

Als Beispiele seien genannt: Schaffen von Zugangsmöglichkeiten in einen verunfallten Zug, Retten und in Sicherheit bringen Verletzter, Besonderheiten am Zug und Waggon, …

 

Danach wurden jeweils realitätsnahe Einsatzübungen durchgeführt.

Für die Einsatzübung Pkw mit Personenzug kollidiert, übte auch die Ortsgruppe der Wasserwacht Bodenwöhr tatkräftig mit.

Sie übernahm hierbei mit ihrer „Helfer vor Ort-Einheit“ die Aufgabe des Rettungsdienstes. Zudem wurden die Verletztendarsteller täuschend echt durch ein Schminkteam auf ihren „Einsatz“ vorbereitet.

Bei dieser Übung stellte man die Situation nach, dass ein vollbesetzter Pkw beim Überqueren eines Bahnübergangs vom Regionalexpress erfasst und ein Stück weit mitgeschleift wurde. Durch die Vollbremsung des Zuges kam es auch zu mehreren Verletzungen bei den Zugfahrgästen.

Die Feuerwehren Bodenwöhr und Bruck rückten zusammen mit dem Rettungsdienst an um die schwerst eingeklemmten Personen im Pkw zu retten.

Hierbei kamen verschiedene technische Geräte, wie z. B.: Rettungsschere, -spreizer oder Seilzug zum Einsatz.

Während dessen verschafften sich die Feuerwehren aus Wackersdorf und Altenschwand einen Zugang mittels Rettungsplattform zu den Zugreisenden und brachten diese, nach Feststellung des Verletzungsbildes durch den Rettungsdienst, ins Freie.

Für beide Einsatzbereiche eine insgesamt anspruchsvolle Aufgabe die durch die eingesetzten Einheiten sehr gut gemeistert wurde.

An der Übung mitbeteiligt waren auch noch einige Mitarbeiter der Deutschen Bahn.

Die beiden 1. Bürgermeister Georg Hoffmann, Gemeinde Bodenwöhr und Heike Faltermeier, Marktgemeinde Bruck verfolgten die Einsatzübung und bedankten sich bei allen Beteiligten für ihr Engagement bei der Übung als auch für die Unwettereinsätze der vorangegangenen Tage.

Auch Kreisbrandrat Christian Demleitner ließ es sich nicht nehmen als Übungsbeobachter teilzunehmen. Er sprach ebenfalls seinen Dank aus und freute sich, dass nach den starken Coronaeinschränkungen eine Übung mit mehreren beteiligten Feuerwehren, natürlich unter Einhaltung entsprechenden Hygienevorgaben, wieder durchgeführt werden konnte.

 

Bei der Nachmittagsübung wurde durch die Feuerwehren Schwandorf und Bergham auslaufendes Gefahrgut aus einem Güterwagen angenommen. Geschützt durch Chemikalienschutzanzüge musste das Leck der Behälter lokalisiert und abgedichtet werden. Auch hier wurde das Übungsziel erreicht und der nicht alltägliche Übungstag erfolgreich beendet.

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